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DNS-Sperren umgehen - leicht gemacht! | 18.06.2009 |
Da es wohl trotz Petition und Protest dazu kommen wird, daß die DNS-Sperren eingeführt werden - Menschen, die in NRW leben, haben bereits heute gefilterte DNS-Server, weil Düsseldorf beschlossen hat, daß man Erfolge gegen Nazis feiern kann, indem man ihre Webseiten unsichtbar macht für jeden, der kein Nazi ist -, werde ich hier nun eine kurze Anleitung geben, wie man seinen eigenen Rechner für alternative DNS-Server einrichtet:
Hier die DNS-Serverliste, welche ich verwende:
OpenNIC:
71.170.11.156
91.186.21.136
216.67.98.38
58.6.115.42
58.6.115.43
119.31.230.42
88.191.51.140
216.87.84.209
Alternative DNS-Server von der CCC-Liste:
204.152.184.76
194.150.168.168
213.73.91.35
85.214.73.63
80.237.196.2
194.95.202.198
START klicken, dann Systemsteuerung.
Falls es sich um Vista oder XP handelt und die Kategorienansicht aktiv ist (Standard), auf "klassische Ansicht" umschalten.
"Netzwerkverbindungen" öffnen.
Es sollte dort eine Netzwerkverbindung geben, die als DSL-Verbindung dient. Wird die Verbindung kabelgebunden über einen Router hergestellt, erscheint sie als gewöhnliche Ethernet-Verbindung, ist es eine WLAN-Verbindung, erscheint sie als gewöhnliches kabelloses Netzwerk; bei einer direkten PPPoE-DSL-Verbindung, also Netzwerkkabel direkt ins DSL-Modem ohne Router, sollte dort eine Wählverbindung über DSL auftauchen.
Mit der rechten Maustaste auf das Icon für diese Internetverbindung, "Eigenschaften" aufrufen. Herunterscrollen, bis "Internet-Protokoll (TCP/IP)" auftaucht, mit der rechten Maustaste drauf und wieder "Eigenschaften" auswählen.
Wenn "DNS-Server automatisch beziehen" aktiv ist, deaktivieren, stattdessen "Folgende DNS-Server benutzen" auswählen und auf "Erweitert" klicken. Dort dann die DNS-Server aus der Liste eintragen und eventuell bereits vorhandene entfernen. Am Ende solange auf OK, bis alle Fenster dicht sind. Fertig!
Apple-Menü - "Systemeinstellungen"
Klick auf "Netzwerk"
Unter "Anzeigen" das Netzwerk auswählen, das verwendet wird, also etwa Ethernet für eine kabelgebundene oder Airport für eine kabellose Verbindung.
Den Tab "TCP/IP" auswählen.
Die gewünschten Server in die Liste "DNS-Server" eintragen.
"Jetzt anwenden" klicken und FERTIG!
Das Netzwerk-Icon im Panel anklicken. Die verschiedenen Netzwerkmanager-Frontends für KDE, GNOME, XFCE etc. sind leicht unterschiedlich, im Zweifelsfalle in der Hilfefunktion nachgucken. Auf jeden Fall sollte es irgendwo für die aktuell aktive Verbindung eine "DNS"-Einstellung geben, wo sich Server hinzufügen lassen.
Sollte das nicht funktionieren:
Terminal starten, folgendes eintippen:
sudo nano /etc/dhcp3/dhclient.conf
Am Ende des Files folgende Zeile einfügen:
repend domain-name-servers DNS1, DNS2, DNS3;
(DNS1-3 durch drei Server aus der Liste ersetzen)
Mit Strg-X, "J" oder "Y" (deutsches oder englisches nano) und Enter das File schließen und sichern.
Wer das Glück hat, ein Linux zu benutzen, das den dämlichen Netzwerkmanager von Ubuntu nicht besitzt, oder wie ich bei seinem Ubuntu den Netzwerkmanager herausoperiert hat, hat es einfach:
Terminal öffnen
Root werden (unter Ubuntu mit "sudo su", sonst meist nur mit "su")
alte resolv.conf sichern:
cp /etc/resolv.con /etc/resolv.conf.backup
resolv.conf editieren (mit nano, vim oder was auch immer)
Meine resolv.conf:
#OpenNIC
nameserver 71.170.11.156
nameserver 91.186.21.136
nameserver 216.67.98.38
nameserver 58.6.115.42
nameserver 58.6.115.43
nameserver 119.31.230.42
nameserver 88.191.51.140
nameserver 216.87.84.209
# Alternative DNS
nameserver 204.152.184.76
nameserver 194.150.168.168
nameserver 213.73.91.35
nameserver 85.214.73.63
nameserver 80.237.196.2
nameserver 194.95.202.198
nameserver 2001:4f8:0:2::14
Der letzte Eintrag ist nur für Menschen, die IPv6 bereits benutzen.
Zahnpasta geht nicht zurück in die Tube. | 28.04.2009 |
Zur Einleitung ein kurzes Video von Jörg Tauss:
Irgendwie viel zu passend. Einer der größten Kritiker der Einschränkung der Freiheit im Internet, einer der größten Verteidiger der digitalen Bürgerrechte und der Privatsphäre, wir mit lächerlichen Kinderporno-Vorwürfen abgesägt, und kurz darauf wird mit dem vorgeschobenen Argument, die Verbreitung von CP (child porn - ich mag diese Abkürzung lieber als KiPo) im Internet behindern zu wollen, ein abenteuerliches Gesetz zur Netzfilterung eingeführt, welches das deutsche Internet chinesischen Zuständen näherbringt. Ähnliche Gesetze sind in Australien und einigen anderen Staaten schon in Kraft.
Und kaum ist das Gesetz in Deutschland durch, zeigt sich, daß das CP-Argument nur vorgeschoben war, denn sofort macht sich die Geistiges-Eigentum-Lobby daran, entsprechende Sperren auch gegen "Raubkopierer" vorzubereiten.
Dann kommen auch noch diese Heidelberger daher, die offensichtlich genausowenig von den neuen Möglichkeiten verstanden haben wie unsere CP-paranoide Karnickeluschi, aber sofort den Untergang des Abendlandes am Horizont sehen.
Ich sehe das ganz ähnlich wie Fritz Effenberger in seiner "Grundsatzerklärung zum Tag des Geistigen Eigentums", der meint, es habe damit zu tun, daß viele Menschen (speziell solche über 50) in in ihrem Leben noch keine digitale Sozialisation erfahren haben und daher die neuen Möglichkeiten der Technologie und die umfassenden, tiefgreifenden Veränderungen, die dadurch stattfinden, nicht begreifen, gar nicht begreifen können - und sie daher nur als Bedrohung wahrnehmen. Wenn man den Forderungen dieser Prädigital-Konservativen (die es quer durch alle Parteien gibt) nachkommt, bedeutet das letztendlich eine Zerstörung des Internets, wie wir es heute kennen, und die Schaffung eines kastrierten Netzes, das die Möglichkeiten der Technologie ungeheuer einschränkt, um den Werkstückcharakter analoger Datenträger digital nachzubilden, durch Filterung digitale Einfuhrkontrollen an den Staatsgrenzen zu ermöglichen, kurz: Um zu verhindern, daß sich durch das Internet überhaupt irgendwas ändert.
Aber die Zahnpasta ist bereits aus der Tube gedrückt, und niemand kann sie wieder zurückdrücken. Wenn demnächst Seiten wie 4chan oder ähnliche Imageboards (CP-Vorwürfe - na ja, gelegentlich postet mal jemand anonym CP, aber sobald ein Mod das mitbekommt, wird's gelöscht), Torrent-Suchmaschinen wie Pirate Bay oder sonstige Seiten mit vielen Besuchern, die sich als ganz gewiß nicht schwerkriminell empfinden, von den Sperrmaßnahmen betroffen sind, wird die Anzahl der Menschen, die ohne Mühe in der Lage sind, alternative DNS-Server und anonymisierende Proxies zu verwenden, sprunghaft nach oben schnellen, und jeder kennt wenigstens irgendwen, der weiß, wie man sowas einrichtet. Solange die Verwendung von Proxies im Ausland und alternativen DNS-Servern nicht illegal ist, werde ich es jedem meiner Kunden anbieten, die Einstellungen dafür vorzunehmen - einfach nur aus Prinzip.
Es täte mal gut, wenn die Herrschaften mit den langweiligen Anzügen mal kapieren würden, daß die Welt sich geändert hat und sich immer noch ändert. Die letzte derartige Medienrevolution gab es mit der Erfindung der Druckerpresse - heute erleben wir eine Zeit, in der die Druckerpresse rapide obsolet wird. Niemand kann die Verbreitung von Informationen, gleich welcher Art, mehr aufhalten oder kontrollieren, wie das in früheren Zeiten der Fall war. Anstatt diese Kontrolle zurückzugewinnen, was das Internet zerstören würde, sollten wir eher zusehen, wie wir das neue Zeitalter bewußt gestalten. Also etwa über eine Kulturflatrate, deren Einnahmen an die Kulturschaffenden ausgeschüttet werden, anstelle von Kopiersperren und Verboten. Und solche Schweinereien wie CP bekämpft man idealerweise mit Polizeiarbeit, nicht mit Sperren - also werden unsere Polizisten eben dazulernen müssen, und im Internet auf Streife gehen.
dronf | 11.02.2009 |
Bitte diesen Text nicht lesen. Please don't read this text.
Boah Lidl ey! | 14.11.2008 |
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,590329,00.html
Jetzt vergiften die in Schweden schon abgelaufene Lebensmittel mit Reinigungschemikalien, damit keiner bei ihnen containern geht...
Das Ende der fünften Welt | 31.10.2008 |
Der Reichsschlandmeister und ich hatten gerade die Erleuchtung:
Die sechste Welt wird nicht zu irgendeiner obskuren Wintersonnenwende 2012 beginnen, sondern in Köln am Rhein am 11.11.2011 um 11:11 Uhr, zu Beginn der fünften Jahreszeit!
Ein Gespenst geht um in der Blogosphäre | 05.10.2008 |
Wirtschaftswissenschaftler Professor Harald Uhlig hatte ein Makroökonomie-Blog, welches beim Handelsblatt gehostet wurde. Eigentlich hat er es immer noch - er hat allerdings das Handelsblatt angewiesen, sein Blog zu schließen.
Grund: Sein letzter Blogeintrag wurde ohne Vorwarnung von der Handelsblatt-Redaktion gelöscht, nachdem er den Kunden einiger Geldinstitute, speziell der Commerzbank, geraten hatte, ihr Geld abzuziehen.
Wie nun "Mein Parteibuch Blog" schreibt, war diese Aktion genau das, was nötig wurde, um diesem Blogeintrag in der gesamten Blogosphäre zu höchster Aufmerksamkeit zu verhelfen, was ansonsten wohl kaum geschehen wäre...
Ach ja, Stephan Dörner aka Doener, der selbst auch beim Handelsblatt bloggt, schreibt in einem seiner Blogs bei blogage.de über die widersprüchliche Haltung des Handelsblattes zum Internet...
Noch ein Kommentar zum Thema:
http://blogbar.de/archiv/2008/10/03/wie-das-handelsblatt-mit-seinen-blogger-zensiert/
Friendfeed | 07.08.2008 |
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